875 brachten Mönche die Weinreben mit und pflanzten sie an
910 wurde der Name Nonnenhorn erstmals urkundlich erwähnt
926 verwüsteten die Ungarn das Land und zerstörten das Kloster
1591 wurde der große Weintorkel gebaut
1806 bis heute zum Freistaat Bayern gehörig
1811 bekam Nonnenhorn eine eigene Schule
1817 Nonnenhorn wurde eine selbstständige Gemeinde
1899 fuhr die 1. Eisenbahn durch Nonnenhorn
1961 wurde die neue Kirche, dem Patron St. Christophous geweiht
...so nennt man es, wenn der Bodensee komplett von einer geschlossenen Eisschicht
bedeckt ist. Erstmals erwähnt wurde ein solch vollständiges Zufrieren im Jahre 875.
Seitdem soll der See insgesamt 33-mal völlig zugefroren sein. In Nonnenhorn erinnern
2 Steine an die Seegfrörnen von 1880 und 1963. Das Eis schlug so eine natürliche
Brücke der Freundschaft und Verständigung zwischen der Stadt Rorschach und
Nonnenhorn. Zwei Bauernsöhne aus Rorschach brachten im Februar 1963 ein
Nußbäumchen über das Eis und pflanzten es. Heute schmückt der Baum den Schulhof.
Bei dieser Seegfrörne überquerten Zehntausende damals zu Fuß, mit dem PKW oder
auf andere originelle Art und Weise den See an dieser breiten Stelle.
Buchtipp: "Wie ist das Eis so Heiß" von Werner Dobras
Hierbei handelt es sich um einen Brauchtumstanz, der auf das Pestjahr von 1517
zurückgeht. Damals haben Müncher Küfergesellen den Tanz erstmals aufgeführt
um die verschüchterten Einwohner, nach der 7 Jahre andauernden Pest, wieder
zu ermutigen und aus ihren Häusern zu locken.
Der Schuhmachergeselle Johannes Königer kam 1846 von München nach
Nonnenhorn. Er gründetet die Schäfflergesellschaft, um diesen schönen Brauch
der Küferhandwerker auch hier am Bodensee heimisch werden zu lassen, da
schließlich dieses Handwerk auch hier am See eine alte Tradition hatte.
Alle 7 Jahre wird dieser traditionsreiche Tanz von Männern des Dorfes aufgeführt
und 1996 wurde die 150. Wiederkehr des Ereignisses gefeiert.
Der badische Freiheitskämpfer Carl Schurz wurde im Jahre 1848 von den Soldaten
bis nach Nonnenhorn verfolgt. Der Weinhändler Conrad Forster verbarg Schurz
in seinem Weinkeller. Als die Soldaten kamen, bewirtete er sie so reichlich, dass
alle betrunken waren. Dann holte er den Freiheitskämpfer aus dem Keller und
ruderte ihn über den See in die Schweiz. Schurz ging bekanntlich nach USA und
brachte es dort zum General und später zum Innenminister. Conrad Forster
wurde 1869 der erste liberale Bürgermeister in Nonnenhorn.
Nonnenhorn ist das Weindorf und zugleich Luftkurort am bayerischen Bodensee.
Am Nordufer (der Sonnenseite) des liegt Nonnenhorn auf 407 m ü. M. und ist
mit 196,62 ha die flächenmäßig drittkleinste und südwestlichste Gemeinde
Bayerns. Der Ort gehört zum Regierungsbezirk Schwaben und Landkreis Lindau.
Nonnenhorn zählt derzeit ca. 1600 Einwohner.
Wirtschaftlich lebt der Ort vom Tourismus, der Landwirtschaft (Beeren, Obst-
und Weinbau), vom Handwerk, dem Kleingewerbe sowie dem Handel.
Von weltweit ca. 25.000 Fischarten gibt es ca. 5.000 Süßwasserfische.
Im Bodensee kommen nur 34 Arten vor. Dazu gehören z. B. Blaufelchen,
Kretzer, Forelle, Zander, Hecht, Wels, Äsche etc. Von der staatlichen
Fischbrutanstalt in Nonnenhorn werden jährlich ca. 30 Mio. Jungfische
ausgesetzt. Der fangfrische Fisch kann direkt im Ort beim Fischer gekauft
oder in den Gaststätten verzehrt werden.
Das sonnige Nordufer und das milde Bodenseeklima begünstigen hier die
bekannten Weine mit den wohlklingenden Namen der Lagen "Sonnenbichl"
und "Seehalde", die eine Reihe kleiner Winzerbetriebe im Ort herstellen.
Ein Besuch auf einem Winzerhof, der Vinothek oder beim Obstbauern zum
Schaubrennen ist sehr empfehlenswert. In den traditionellen Rädlewirtschaften
genießt man die hauseigenen Weine des Winzers in geselliger Runde.
Ein besonderer Reiz für viele Besucher ist die Obstblüte im Frühjahr.
Zwischen Mitte April - Mitte Mai erstreckt sich hier ein Blütenmeer vom
fruchtbaren Hinterland bis zum See. Das aromatische Bodenseeobst bietet
eine Auswahl an verschiedenen Äpfeln, Birnen, Kirschen, Zwetschgen,
Erdbeeren etc. Auch in flüssiger Form werden die Früchte als edle Tropfen
wie Obstbrände oder Liköre kredenzt.